Zahnarztpraxis Dachau Behandlungszimmer

Schienentherapie – Schützen Sie Ihre Zähne vor dem Zähne knirschen

Was ist eine Aufbissschiene?

Viele Menschen knirschen oder pressen unbewusst mit den Zähnen. Dies geschieht vor allem nachts oder unter Anspannung und ist eine Art der Stressverarbeitung. Häufiges Zähneknirschen oder Pressen kann jedoch Folgen haben: Zum einen werden die Kauflächen und Schneidekanten der Zähne durch das Zähne knirschen verstärkt abgerieben. Zum anderen treten Muskelverspannungen der großen Mundschließmuskeln (M. masseter, M. temporalis) auf. Die Muskeln verkürzen und verhärten sich durch die Überbeanspruchung. Langfristig treten durch das Zähne knirschen auch Veränderungen im Kiefergelenk auf.

medical 3d illustration of the jaw boneKiefergelenksknacken oder -reiben sind meist die ersten Symptome einer krankhaften Veränderung im Kiefergelenk. Schmerzen im Kiefergelenk oder gelegentliches „Aushängen“ des Kiefergelenks sind Alarmsignale, die auf eine ernsthafte Gelenkserkrankung hindeuten.

Durch die Knirsch- oder Pressangewohnheit wird das Kiefergelenksköpfchen in die Kiefergelenksgrube hineingedrückt. Der Gelenkspalt verkleinert sich. Die in diesem Spalt befindliche Gelenksscheibe, der Diskus, wird gequetscht und dadurch schlechter mit Nährstoffen versorgt. Der Diskus versprödet, und rutscht dann bei der Öffnungsbewegung des Kiefergelenks nicht mehr richtig mit nach vorne und zurück. Es resultiert eine Verlagerung des Diskus, häufig eine Diskusvorverlagerung

Eine teilweise Verlagerung der Gelenkscheibe kann sich zunächst durch Knacken, Reiben oder auch Schmerzen des Kiefergelenks bemerkbar machen. Eine vollständige Verlagerung des Kiefergelenks tritt häufig schlagartig auf und kann zu einer dauerhaften deutlichen Einschränkung der Mundöffnung und chronischen Beschwerden führen.

Schlecht aufeinander passende Zähne, ein unstabiler Biss, fehlende Backenzähne oder ungünstig stehende Eckzähne begünstigen diese Erkrankung. Im idealen Gebiss kommen bei der Seitwärtsbewegung der Kiefer die Eckzähne in Kontakt, die Seitenzähne haben bei stärkerem Seitwärtsgleiten keinen Kontakt mehr (Eckzahnführung). Treten bei der Seitwärtsbewegung Kontakte im hinteren Backenzahnbereich auf, sind dies sogenannte Fehlkontakte, die möglichst beseitigt werden sollten.

Häufig genügt es, das Gebiss nach genauer Analyse einzuschleifen. Gelegentlich ist es aber auch nötig, die Eckzahnführung aufzutragen oder die Backenzahnkauflächen durch Teilkronen oder Kronen umzugestalten.

Bei jüngeren Patienten ist auch eine kieferorthopädische Einordnung der ungünstig stehenden Zähne zu überlegen.

Therapie mit einer Aufbissschiene

Schienentherapie in Ihrer Praxis in Dachau

Therapie mittels einer Aufbissschiene. Eine durchsichtige Aufbissschiene wird für einen Kiefer angefertigt und vom Patienten nachts auf die Zähne aufgesteckt. Sie schützt die Zähne gegen übermäßigen Abrieb und dehnt gleichzeitig die Kaumuskulatur. Der Gelenksspalt wird ebenfalls erweitert, der Diskus hat wieder mehr Platz.

Die Aufbissschiene sollte unter möglichst ähnlichen Bedingungen angefertigt werden, wie sie im jeweiligen Schädel vorliegen. Daher wird mit einer Übertragungshilfe, dem sogenannten Gesichtsbogen, die Position des Oberkiefers zum Kiefergelenk individuell in das Gerät, in dem die Schiene hergestellt wird (Artikulator), übertragen. Im Artikulator erfolgt nun eine Funktionsanalyse der Kiefermodelle. Es wird überprüft, welche Zahnflächen Fehlkontakte haben und wo entsprechend eingeschliffen werden müsste. Zunächst wird dann die Schienenoberfläche so idealisiert, dass mit eingesetzter Aufbissschiene keine Fehlkontakte im Mund mehr bestehen und eine Front-Eckzahn-Führung vorliegt.

Bringt die Schiene die gewollte Verbesserung, kann dann in einem weiteren Schritt auch im Mund nach genauer Analyse eingeschliffen werden.

Natürlich bekommt nicht jeder Patient die gleiche Aufbissschiene. Eine genaue Diagnostik wird durchgeführt, um erst einmal die eigentliche Erkrankung des Kiefergelenks und der Muskulatur festzustellen. Die hier gestellte Diagnose bestimmt das individuelle „Design“ der Aufbissschiene. In einer zeitaufwendigen Sitzung in unserem Zahnlabor wird die Schiene dann entsprechend der bei Ihnen festgestellten Daten von Ihrem Zahnarzt eingeschliffen.

Dr. SteinerDr. Meyer

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Zahlt die Krankenkasse die Therapie mit der Aufbissschiene?

Die Kostenübernahme der gesetzlichen Kostenträger bei der Schienentherapie ist leider etwas paradox: Zwar übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die eigentliche Aufbissschiene. Die Diagnostik, die hierfür notwendig ist („Funktionsdiagnostik“), damit wir wissen, wie wir die Schiene gestalten müssen, wird allerdings nicht übernommen. Auch die Gesichtsbogenübertragung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Für diesen Aufwand müssen gesetzlich versicherte Patienten pauschal 120 Euro Mehrkosten selber tragen. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt häufig diese Kosten. Die Privatversicherungen bezahlen die Schienentherapie in aller Regel vollständig.

Dient die Aufbissschiene rein als Schutz vor übermäßigem Abkauen der Zähne, kann im Einzelfall auch einmal auf diese notwendige Diagnostik verzichtet werden. Liegen jedoch schon Erkrankungen im Bereich der Kaumuskeln oder des Kiefergelenkes vor, knackt oder reibt das Kiefergelenk oder ist die Verzahnung der Zähne sehr ungünstig, so sollte in jedem Fall eine Funktionsdiagnostik durchgeführt werden.

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